Wachsam sein, Symptome früh erkennen und handeln.



Ungefähr jede 10. Katze die älter als sieben Jahre ist, leidet bereits an Chronischer Niereninsuffizienz (kurz CNI). Bei Katzen die bereits ihr zehntes Jahr angebrochen haben ist es schon jede dritte Katze
.

CNI ist die häufigste Todesursache bei Katzen im gehobenen Alter.

Leider ist CNI nicht heilbar, aber bei rechtzeitiger Diagnose kann der Krankheitsverlauf deutlich verlangsamt werden. Meistens wird CNI aber nicht rechtzeitig erkannt, weil es dem gesunden Teil der Nieren sehr lange gelingt, die Aufgaben des kranken und geschädigten Nierengewebes mit zu übernehmen. Erst wenn ungefähr 65% der Nierenfunktionen nicht mehr funktionieren treten deutlich erkennbare Symptome auf.

Die Warnsignale:

Die Katze trinkt immer mehr als gewöhnlich im zunehmenden Alter, dazu noch die folgenden Symptome.

  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit
  • Gewichtsverlust
  • Erbrechen und/oder Durchfall
  • Häufiges Trinken
  • Häufiger Urinabsatz


Schieben Sie diese Symptome nicht vorschnell aufs Alter ab, gehen Sie umgehend zum Tierarzt und teilen Sie ihm alles Verhaltensänderungen mit. Gehen Sie lieber einmal zu früh als zu spät zum Tierarzt und erzählen sie dem Tierarzt auch lieber zu viel über ihrer Katze als zu wenig!

Die Ursachen der CNI sind äußerst vielfältig und auch heute noch nicht bis ins letzte Detail geklärt. Die Nieren schaffen es nicht mehr überflüssiges Phosphor über den Harn auszuscheiden. Mit Nierendiäten lassen sich allerdings die Fehlfunktionen der geschädigten Nieren gut ausgleichen. Die erkrankte Katze muss dann lebenslang mit Nierendiätfutter ernährt werden.

Die CNI kann zwar damit nicht geheilt, aber unter Kontrolle gebracht werden, damit die Katze noch ein paar gute Jahre mit der Familie erleben kann. Wenn man CNI frühzeitig erkannt und unter Kontrolle bekommen hat , sterben Katzen in den häufigsten Fällen im hohen Alter eher noch an einer ganz anderen Ursache als an CNI.